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update: 02.06.17
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© artha 2001

 
 
 
                     

Jedes Objekt ist ein von Hand geformtes Unikat. Üblicherweise verwende ich eine eigene Mischung aus 50% Porzellan- und 50% Steinzeugton. In lederhartem Zustand trage ich entweder dünnflüssiges, mit Farbkörpern und Oxyden eingefärbtes, oder weisses Porzellan auf und poliere dieses mit einem Achatstein solange, bis die Fläche seidenmatt glänzt und den darüber streichenden Händen einen samtigen, lebendigen Eindruck vermittelt.

Sobald das Objekt ein wenig angetrocknet ist, schreibe ich direkt, fliessend und schnell eigene Gedanken in den Ton hinein. Es wird nichts verändert und nichts korrigiert. Manchmal poliere ich den nackten Ton und manchmal lasse ich ihn in so wie er ist. In seiner natürlichen Schönheit. Glasuren verwende ich keine weil sie mir zuviel zudecken und weil beim Anfassen der sinnliche Eindruck verloren geht. Meine Werke sind Gebrauchsobjekte für die Seele. Sie dienen keinem anderen Zweck.

Danach wird das Objekt bei 1`020 Grad gebrannt. Bei dieser Temperatur bleibt der samtige Eindruck bestehen, was mir sehr wichtig ist. Meine Werke möchten nicht nur mit den Augen, sondern auch mit den Händen berührt werden. Es soll eine Freude sein, sie anzuschauen und anzufassen.

Meistens folgt ein zweiter Brand in der Kapsel im Gasofen, in der Tonne, oder im offenen Feuer.

Damit die eingeritzten Gedanken nicht verloren gehen, tippe ich sie ab gebranntem Werk in den Computer. Später werden die Texte geschliffen, korrigiert und manchmal weiterverwendet. Die Publikation „Duft der Erde“ ist aus solchen Texten entstanden.